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Mit dem Begriff Rutschsicherheit (oder Trittsicherheit) wird die Fähigkeit eines Bodenbelags zur Vermeidung eines Ausgleitens/Ausrutschens beschrieben. Um diese Eigenschaft auszudrücken, wird gewöhnlich einer der folgenden Parameter verwendet:

Rutschsicherheitsklasse gemäß DIN 51130 – R9, R10, R11, R12, R13

Rutschhemmungsklasse gemäß DIN 51097 – A, A+B, A+B+C

Reibungsbeiwert

Die Prüfung dieser Eigenschaft ist subjektiv und das Ergebnis oft nicht reproduzierbar – auch bei gleichen Messbedingungen können die Ergebnisse fehlerbehaftet sein. Bei der Wahl der Fliesen sollte man sich auf die individuelle Wahrnehmung und Selbsteinschätzung verlassen und den vorgesehene Bestimmungsort der Fliesen in Betracht ziehen; Es ist auch daran zu denken, dass Fliesen mit erhöhter Rutschsicherheit gewöhnlich sauber zu halten sind.

Verkürzte Beschreibung der Fliesenmaße in Zentimetern, so kann z.B. das Format 30x30 sowohl eine Fliese mit den Maßen 301,5 x 301,5 mm als auch 297,0 x 297,0 mm beschreiben; Um das Maß einer Fliese genau zu bezeichnen, müssen Format und Kaliber angegeben werden.

Vollständig gesinterte Fliesen mit einer Wasseraufnahme von unter 0,5%; Sie weisen eine hohe Dichte und Frostbeständigkeit auf, wodurch die sowohl innen, als auch im Außenbereich von Gebäuden, Wohnungen und öffentlichen Objekten, als Bodenbelag, Wandverkleidung und Fassadenverkleidung Verwendung finden.

Fliesen aus Steingutmasse, bei denen durch Aufbringen von Applikationen wie einem Aufdruck oder auch durch Glasieren auf der Ansichtsseite der Fliese eine zusätzliche dekorative Wirkung erzielt wird; Applikationen können sowohl auf durchgefärbten, als auch nicht eingefärbten Fliesen aufgebracht werden.

Physische Beständigkeit der Fliesen gegen Temperaturschwankungen (Vereisung und Auftauen); Durch diese Eigenschaft können die Fliesen im Außenbereich und an Orten verbaut werden, an denen die Temperatur zeitweilig unter 0⁰C sinkt; Dieses Merkmal ist eng mit der Wasseraufnahmefähigkeit der Fliese verknüpft.

Prozentualer Gehalt (oder Gehalt in mg) an Wasser, das von der Fliese aufgenommen werden kann; Eine geringe Wasseraufnahmefähigkeit (auch als Wasserpermeabilität bezeichnet) zeugt von einer starken Sinterung der Steinmasse (hohen Dichte) und einer hohen Frostbeständigkeit.

Diese Bezeichnung bezieht sich auf die Oberfläche von Fliesen, die nach dem Brennen nicht zusätzlich mechanisch bearbeitet werden; Zu den Natura-Fliesen mit natürlicher Oberflächenstruktur werden auch Fliesen mit dreidimensionalen Oberflächen gezählt.

Leichtigkeit, mit der sich Schmutz von der Fliesenoberfläche entfernen lässt; Zur Prüfung der schmutzabweisenden Eigenschaften wird eine Testlösung auf die Fliese aufgetragen, diese entfernt und die Oberfläche anschließend beurteilt; Die Klassifikation erfolgt nach der Reinigungsmethode, mit der sich die Lösungen vollständig von der Fliesenoberfläche entfernen lässt; Je höher die Fleckenunempfindlichkeitsklasse, desto einfacher lässt sich Schmutz beseitigen; Die Fleckenunempfindlichkeit geht gewöhnlich nicht mit einer hohen Rutschfestigkeit einher.

Dieser Parameter wird ausschließlich für glasierte Fliesen benutzt und beschreibt, wie beständig die Fliesenoberfläche während der Nutzung gegen Abrieb ist; Zur Prüfung wird die Fliesenoberfläche mit in kreisenden Bewegungen aufgebrachten Schleifkörpern geschliffen und einer Sichtprüfung unterzogen; Abhängig von der Drehzahl, bei der sich auf der Fliesenoberfläche eine sichtbare Veränderung zeigt, wird die entsprechende  Abriebfestigkeitsklasse verliehen; Je größer die Drehzahl, bei der sich eine wahrnehmbare Veränderung einstellt, desto höher die Abriebfestigkeit und desto besser die Gebrauchseigenschaften und Möglichkeit der Verwendung der Fliesen an Stellen, an denen diese intensiv beansprucht werden.

(anders: Kantenbearbeitung) – mechanische Bearbeitung der Fliesenkante, bei der diese auf das geforderte Maß geschliffen werden. Rektifizierte Fliesen können verlegt werden, ohne dass Maßabweichungen befürchtet werden müssten. Die Maßabweichungen rektifizierter Fliesen bewegen sich im Zehntelmillimeterbereich.

Der Begriff bezieht sich auf Fliesenoberflächen, die nach dem Brennen nicht zusätzliche mechanisch bearbeitet werden. Die ungleichmäßige Fliesenoberfläche wird beim Pressen unter Einsatz eines Strukturstempels geformt. Strukturfliesen imitieren häufig natürliche Oberflächen wie von Natursteinen oder sie haben symmetrische Muster, wodurch eine höhere Rutschsicherheit erzielt wird. Die Struktur hat besonderen Einfluss auf die Erhöhung der Rutschsicherheit nach DIN 51097 (Rutschhemmung für Barfuß-Nassbereiche), wobei die Prüfung auf einer nassen Oberfläche erfolgt und das in die Vertiefungen fließende Wasser keinen gleichmäßigen Film bildet und so die Rutschsicherheit deutlich verbessert wird und die Verwendung der Fliesen an besonders anspruchsvollen Stellen, wie Nassbereichen, beispielsweise an Schwimmbecken, möglich ist.